ABOUT SINA

Hi, ich bin Sina!

Etwas über sich selbst zu schreiben ist nicht leicht, aber das erste, was ich über mich sagen kann, ist, dass ich absolut nicht im Vordergrund stehen mag, ich agiere lieber aus dem Hintergrund heraus.

Damals wollte ich Fotografin werden, dann Klimaforscherin. Der Film „The Day after Tomorrow“, dann Hurrikan „Katrina“ 2015 und schlussendlich das Buch „Der Schwarm“ haben mich in den langen Ferien nach dem Abi dazu bewegt, mich an der Uni Kiel für Geowissenschaften einzuschreiben.

Ich bin Marine Geowissenschaftlerin

Das Studium war Fluch und Segen zugleich. Es hat undendlich viel Spaß gemacht zu reisen. Doch der Leistungsdruck und Kokurrenzkampf, insbesondere um Fördergelder und Publikationen, waren nicht mit meinen Vorstellungen von einem erfüllenden Arbeitsleben in Einklang zu bringen.

Schon im zweiten Semester habe ich darüber nachgedacht, aufzugeben und eine Ausbildung zur Schneiderin in Hamburg zumachen. Die Bewerbung war abgeschickt und der Termin zum Vorstellungsgespräch vereinbart. Doch in letzter Sekunde sagte ich ab, der Mut verließ mich, sodass ich mich ganz der Forschung verschrieb. Nach jahrelangem Steineklopfen und Aufschluss-Kartierungen widmete ich mich einem der bedeutensten Umweltthemen meiner Generation:

Mikroplastik.

Kartierung auf Zypern

Ich bin ein Oceanlover

Während des Studiums habe ich nicht nur Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen erlangt, sondern auch die große Möglichkeit, eine Zeit in Neuseeland verbringen zu dürfen. Es klingt wie aus diversen Reiseberichten zitiert, doch dieses Land hat auch mich und somit meine Zukunft enorm beeinflusst. Positiv.

Dass es in Neuseeland traumhafte Strände gibt, ist klar. Wie sehr die Ozeane jedoch das Lebensgefühl beeinflussen, war mir neu. Zumindest wie stark dies geschehen kann. Es ist ein kleines Puzzleteil, doch genau 10 Jahre nachdem ich mich für die Klimaforschung entschied, war ich erneut passive Zeugin eines großen Wirbelsturms: Zyklon „Pam“ der Vanuatu verwüstete, eine Inselgruppe nördlich von Neuseeland. Zu dem Zeitpunkt waren wir am nördlichsten Zipfel von Neuseeland und wurden wachsam, als auch für diese Region Sturmwarnungen ausgesprochen wurden. Es stellte sich später heraus, dass „Pam“ einer der gewaltigsten, je gemessenen Zyklone war.

Ninety Mile Beach, Neuseeland

Der Zustand der Ozeane interessiert mich nun seit langem. Schon bevor es nach Neuseeland ging, erforschte ich die Auswirkungen von Mikroplastik auf die marinen Ökosysteme. Doch erst am anderen Ende der Welt fand ich heraus, dass ein Drittel des Mikroplastiks, welches in den Ozeanen gefunden wird, aus unserer Kleidung stammt.

Das hat mich tatsächlich so schockiert, dass ich begann, über eine Lösung nachzudenken. Der Winter kam, in Neuseeland gibt es viele Schafe, also begann ich zu stricken. Mit natürlichem Garn, ohne Plastik.

Ich bin Modedesignerin

Das erste Stirnband

Ich strickte wie wild, probierte Nadeln und Garne, Größen und Formen. Am Ende des Semesters hatte ich einige Freundinnen mit Stirnbändern ausgestattet und einen Instagram-Account eröffnent. Der Name für das Label war auch gefunden.

Zurück in Deutschland untersuchte ich weiter die Auswirkungen von Mikroplastik und wie marine Mikroorganismen auf Plastik reagieren. Zeitgleich entwarf ich die ersten Kleidungsstücke und begann meine Suche nach nachhaltigen, Plastik-freien Stoffen.

Das Design ohne Plastik war entstanden.

Das war ein kurzer Einblick, derzeit sitze ich an einem Beitrag über die ganze Entstehungsgeschichte, wie es zu dem neuen Labelnamen kam und welche Hürden ich genommen habe. Seid gespannt!